Projekt Orange: Verlagssuche 2024 (G00009)

(1.200 Wörter, 7 Minuten)

Haha, Rakete goes hui! 🚀🤪

Teleportationen:

Jack Juster aka Lackluster! I choose you!
Lektorieren, Korrigieren, Wortjonglieren!
Meme-Collage getarnt als eine Hommage
Liebe, Zeit und Leben – alles fürs Werk gegeben
Und erneut ich mich wage an die Verlage
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Jack Juster aka Lackluster! I choose you!

Nach fast genau drei Jahren und mittlerweile keiner Verlagszusage habe ich eines meiner Lieblingswerke wieder in Angriff genommen: Den ersten Teil von Projekt Orange, bekannt als Jack Juster und das verdammte Clusterfuckium! Vorab kann ich nicht genug betonen, wie viel Spaß mir das Werk bereitet hat!

Natürlich macht mir jedes meiner Werke Spaß, aber Jack Juster dürfte das Werk sein, bei dem ich mich am meisten austoben konnte. Nicht was Waffenpornografie oder exzessive Gewaltdarstellung (kommt beides nicht vor), sondern was Humor, Charaktergestaltung und den Verlauf der Geschichte angeht.

Schon damals, als ich 2019 damit begann – es müsste September gewesen sein – , ging mir das Werk flott von der Feder. Es ist kein aufgeblähtes High-Fantasy-Werk mit zig Rassen und fiktiven Dingen, kein überambitionierter Behemoth der Belletristik, der an Proportionen alles zerschmettert und dabei sich selbst in die Quere kommt. Es ist einfach ein schönes Abenteuer mit einer ordentlichen Prise Humor und Selbstironie.

Die letzte Überarbeitung und Suche nach einem Verlag sind etwas mehr als drei Jahre her. Im Juli 2021 schrieb ich den Verlag Piper an. Drei Monate später, im Oktober 2021, war es Bastei-Lübbe. Zu dieser Zeit suchte die Random House Gruppe (die mittlerweile schon wieder einen neuen Namen – Penguin Random House Gruppe – hat?) keine neuen Manuskripte, sonst wären die auch hoch auf meiner Liste gewesen.

Lektorieren, Korrigieren, Wortjonglieren!

Frisch ging es ans Überarbeiten des Werkes – laut Papyrus Autor über dreißig Stunden. Ein paar Löschungen, ein paar Umformulierungen oder Anfügen von Absätzen. Insgesamt viele Hunderte Mikroänderungen.

Ein geschriebenes Buch ist ein frisch gewaschenes Hemd – sauber, formschön, knallig in Farbe und Schnitt, aber eben ungebügelt. Und nach einer Ruhezeit von drei Frösten findet man dann doch die eine oder andere Falte zum Ausmerzen, da man selbst natürlich auch wieder an Erfahrung gewonnen hat in der Zeitspanne.

Alles Rote wird gelöscht.

Die Story selbst blieb unverändert; nach wie vor ist das Buch einfach strukturiert, ohne vierzehn Subplots, ohne Flashbacks, ohne Gedichte, Gesang, Zitate. Freilich, die Handlung mag keinen aus dem Sessel blasen, aber sie ist genau richtig für eine abgedrehte Comedy Space Opera. Es ist genau die Form von Unterhaltung, die man nach einem viel zu miesen und viel zu langen Tag braucht. Denn genau dafür schrieb ich es!

Am ehesten könnte man es mit Filmen wie Spaceballs und Guardians Of the Galaxy vergleichen, eventuell noch mit True Memoirs of an International Assassin, wenngleich es ein anderes Genre ist. Wie immer natürlich bei GAME: Garantiert frei von jedweden, weltlichen Geschehnissen und politischen Entwicklungen und Einflüssen.

Und ich habe alles reingebracht, was ich wollte. Humor, Wortspiele, Alliterationen, einen roten Faden (hört hört! 😆) und Charaktere, die sitzen. Zudem: Memes!

Meme-Collage getarnt als eine Hommage

Das Werk ist ebenso eine Hommage an die Welt der Unterhaltung und eine Huldigung zahlreicher Memes. So viele kommen vor! Doch keine Sorge – viele sind Easter eggs und man muss kein wandelndes Lexikon für Memes und Tropen sein, um bei Jack Justers Abenteuer mitzufliegen. Hier ist jeder willkommen, und jeder wird seinen Spaß haben!

Lässt hoffen, ja!

Zu aller erst hoffe ich natürlich, dass der zuständige Mitarbeiter des Verlages das auch so sieht. Denn sonst versauert dieses lustige Werk noch weitere drei oder mehr Fröste in seiner digitalen Schublade.

Geld damit zu verdienen ist mir primär egal (die meisten Autoren sterben ohnehin unbekannt, unveröffentlicht und arm; H.P. Lovecraft hätte in der heutigen Zeit ein Milliardenimperium, zu seiner Zeit war und hatte er im Grunde nichts), aber das Werk machte mir einfach zu viel Spaß zu schreiben und zu lesen und diese darin manifestierte Freude möchte ich teilen!

Liebe, Zeit und Leben – alles fürs Werk gegeben

Jack Juster verschlang stets all meine Liebe beim Schreiben, all meinen Hass beim Korrigieren und meine uneingeschränkte Zuneigung und Energie beim Überarbeiten. Doch jetzt bin ich leer für dieses Werk. Das merke ich meistens, wenn sich die Korrektur (wie immer und auch hier über Dutzende Stunden) in die Länge zieht und Richtung Ende geht. Dazu nebenbei diesen Artikel hier schreiben, Bilder dafür machen, Screenshots bearbeiten, in WordPress übertragen, Verlage recherchieren, Leseprobe und PDF vorbereiten. Rattenschwanz!

Ähm, ja klar. Hab ja kaum anderes zu tun.

Ach ja, die große Leere, das Nichts nach dem Erschaffen. Aber so ist es, wenn man einhundert Prozent gibt und den Tank leerfährt – man braucht Zeit, um sich zu erholen. Kreativität ist ein Muskel des Geistes, und er regeneriert. Problem ist jetzt: Ich habe absolut keine Ahnung, wie Teil 2 von Projekt Orange beginnt oder enden soll.

So viele Kommentare!

Schlimm ist das jedoch nicht. Nicht mehr! Früher hätte ich vermutlich die Krise bekommen. Jetzt denke ich: Das ist genau richtig. Denn so, wie ein Muskel nach Belastung und nach Generation stärker wird, ist es mit dem Geist. Er wächst! Entwickelt sich! Heißt: Jack Juster Teil 1 ist das Beste, zu was ich im Moment in der Lage zu erschaffen bin. Und wenn sich mein Geist für dieses Werk wieder regeneriert hat und, dann lege ich wieder los.

Außerdem freue ich mich schon, Projekt Eisblau (Gryma von Glyseria) der gleichen Überarbeitung und anschließender Verlagssuche zu unterziehen. Und wenn ich damit fertig bin, sollte Projekt Violett (Doktor Faustus) folgen.

Und erneut ich mich wage an die Verlage

Bei der Verlagssuche selbst war ich überrascht, wie einfach Penguin Random House es einem mittlerweile macht, ein Manuskript einzusenden. Sogar in digitaler Form. Auch bei Piper kann man es mittlerweile rein digital an eine E-Mail-Adresse schicken. Sehr fortschrittlich, vielen Dank dafür! 🙏

Ich erinnere mich an Zeiten, in denen es ausschließlich via ausgedruckter Form ging. Heißt ausdrucken, in Mappe schichten, in Umschlag packen, zur Post laufen, einwerfen, durch Dutzende andere Hände und Sortiermaschinen wandern lassen, ehe es auf dem Tisch des Lektors oder Mitarbeiters landet, der es dann liest und wegwirft, ehe es wieder durch mehrere Hände beim Entsorgen geht.

Was nicht heißt, dass es keine Arbeit mehr ist. Viele sagen „Dann schick es halt einfach an den Verlag“ 🙂 Einfach. Einfach nur schicken. 🙂

An gefühlt tausend Dinge muss man denken. Das PDF musste ich mehrmals exportieren, bis ich die Einstellung fand, dass er Sprungmarken auch verlinkt. Dann will die Penguin-Gruppe keine Leer- und Sonderzeichen im Dateinamen. Dann übersah ich trotz zigfachem Lesen im fertigen Expose eine Passage, die rot durchgestrichen war und die ich löschen wollte. Und man will es kaum glauben, aber ich vergaß fast, die Leseprobe anzufügen.

Zudem heißt es auf der Upload-Seite:

„Es ist ausreichend, ein Exposé und/oder zwei oder drei Kapitel aus dem Manuskript zu schicken.“

Dieses und/oder erleichtert schon vieles. Trotzdem entschied ich mich dazu, ein vollwertiges Exposee zu verfassen – mit Auflistung relevanter Eckdaten, dem Pitch, einer Inhaltsangabe, und das alles sauber aufgelistet und mit Sprungmarken zu versehen.

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Stilstatistik von Papyrus Autor: Alles lesbar gut im grünen Bereich, hm? Wobei ich nie danach gehe, sondern einfach versuche, einfach zu schreiben 🤓

Leider gibt es absolut keine Hinweise, was diesbezüglich richtig oder falsch ist in Sachen Layout. Ich entschied mich für Übersichtlichkeit und eine klare Struktur.

Und nun heißt es abwarten, ob Jack Juster die Lektoren von Piper und Blanvalet auch so bespaßt wie mich!

Bildquellen

Die lachende Rakete:
AI-Generiert mit Microsoft Copilot / Image Creator.

Die Screenshots der Programme:
Eigene Bilder.