Verlagssuche 2019 (E2019a)

Alle Jahre wieder, ja?

Es gibt Dutzende Möglichkeiten, ein Exposè zu gestalten, und dies ist nur eine davon. Dank langer, aber sinnvoll investierter Krankheitszeit 2018 ist mein Werk nun komplett überarbeitet, bietet ein rundum frisches Gesamtwerk (samt Titeländerung!) und ein neues Exposé.

Nach annähernd vierzehn Jahren Arbeit gehe ich davon aus, dass Band 1 nicht das schäbigste Werk aller Literatur ist und vergangene Absagen einer unzureichenden Darbietungsform des Exposés schuldig sind.

Unverändert gibt es weder eine Richtlinie, noch Norm oder eine Musterlösung für ein Exposé. Von Verlagsseiten über Foren bis hin zu Blogs mit Erfahrungsberichten und Interviews mit Lektoren habe ich alles durchgeackert. Doch alles, was ich als Ernte einfuhr, war Wischiwaschi. Jeder schildert nur in Minibeispielen, was er nicht will, doch keiner sagt konkret, was er will. Daher endet man als Bittsteller, der sich mit Versuch und Irrtum durchzuboxen versucht.

Aber auch an Erfahrung gewinnt, was das Gute daran ist! Die Auswahl an Verlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist unübersichtlich. Trotz ausgiebiger Recherche bin ich dennoch wieder am Startpunkt und bei Heyne angelangt. Zieht man nämlich von allen Verlagen die ab, die

  • Zuschussverlage sind,
  • keine Mehrteiler wollen,
  • reine Dienstleisterverlage sind,
  • schon ihre festen Autoren haben,
  • keine Fantastik im Portfolio haben,
  • keine Werke größer als 300 Seiten wollen,
  • deren Protagonisten keinesfalls älter als 13 Jahre sein dürfen,
  • nur extreme Sparten wie „Weibliche Autoren mit Schwerpunkt politischer Krimi der Nachkriegszeit“ suchen,

dann bleiben nicht viele übrig.

Auf dem Postweg sende ich mein neues Lieblingskapitel und ein fünfseitiges Exposé mit Pitch, Quintessenz, Figuren und Inhaltsangabe. Die erste Seite als Anschreiben fällt dieses Mal mutig und deutlich anders aus. Kann sein, dass der Lektor nur die Augen überdreht und es vom Schredder zerfetzen lässt, diesen dann in Flammen steckt und anschließend die Hunde auf mich hetzt. Kann sein, dass ich durch diesen Mut ein brauchbares Exposé vernichte. Kann aber auch sein, dass es genau das ist, was gesucht wird. Weiß man nie!

Aber hey, was kann ich schon verlieren? Mehr als eine Absage oder Nicht-Antwort kann ich nicht bekommen. In jedem Fall gewinne ich Erfahrung.

Die Bildergalerie fällt marginal und screenshotlastig aus, da ich mittlerweile weder Kamera noch Smartphone mein eigen nenne.